Die Generalversammlung des Vereins ist – nebst den Produktionen – der Höhepunkt des Jahresprogramms. Zeit um Rück- und Ausblick zu halten. Der Vorstand lud am 30. Januar einmal mehr auf den Dornhof ein.
Der Präsident Roland Graf begrüsste pünktlich um 20 Uhr 27 stimmberechtigte Aktivmitglieder und 4 noch nicht stimmberechtige Anwärter. 5 Mitglieder liessen sich für den Anlass entschuldigen. Hansjörg Adler wurde zum Tagespräsident vorgeschlagen und einstimmig für dieses ehrenvolle Amt bestätigt. Aufgrund des inzwischen auf eine stolze Grösse angewachsenen Vereins, wurden auch zwei Stimmenzähler gewählt. Martin Jenny und Sergey Sirotkin bekleideten dieses Amt. Das Protokoll der letzten Generalversammlung, verfasst von Sonja Bühler, wurde genehmigt und verdankt.
In seinem Jahresbericht führte der Präsident mit einem Augenzwinkern und Wort und Bild durch das abgelaufene Vereinsjahr. Dieses startete mit dem Filmabend im Gemeindesaal über unser Freilichtspiel 2024. So konnten alle einmal sehen, wo sie im “Bitz” standen. Der Spiel- und Jassabend im Hirschencafé fand auch Erwähnung, und dass er bei 100% der Teilnehmenden Begeisterung auslöste. Es folgten die Theaterbesuche in Aesch, Freilichtspiele Moosegg und das Freilichtmusical in Kaiseraugst, welche unterschiedliche Emotionen auslösten. Er berichtete ebenso über die Teilnahme am Herbstmarkt wie auch die eigenen Theateraufführungen, welche anschliessend noch ausführlich von der Regie erläutert wurden. Im Dezember besuchte eine grosse Schar die Kultschüür in Laufenburg, in welcher 2 Exponenten des Theaters, die Beziehungskomödie “Die Niere” aufführten. Dasselbe Stück führte Theater Magden für den SfS und die Magdener Bevölkerung im Januar im Gemeindesaal auf.
Der Tagespräsident liess den Bericht von der Versammlung genehmigen.
Im Anschluss hielten die Regie Andrea Brogli und Produktionsleiter Andi Schönmann ihren persönlichen Rückblick über die vergangene Produktion “Guns’n’Nuns”. Die gute Stimmung insbesondere am Probeweekend wurde dabei hervorgehoben wie auch der Einsatz z.B. des Dekoteams. Die Regie mahnte jedoch auch, dass die Probenpräsenz zwischenzeitlich sehr zu wünschen übrig liess. Regie und Produktion wurden noch einmal verdankt, was bereits zum Abschluss ausführlich gemacht wurde.
Da der Kassier krank zu Hause bleiben musste, präsentierte der Präsident der Versammlung die Zahlen für dieses Jahr. Die Revisorinnen Heidi Moser und Silvia Rindlisbacher haben die Rechnung geprüft und empfahlen der Versammlung die Annahme derselben und Entlastung des Kassiers und Décharge-Erteilung an den Vorstand. Im nächsten Traktandum wurde die Statutenrevision thematisiert. Die Gründungsstatuten von 2004 wurden bereits 2018 ein erstes Mal revidiert. Aufgrund von Aenderungen im Vereinsrecht wie auch im Datenschutzgesetz und des Wachstums des Vereins, war eine Anpassung der Statuten notwendig. Diese wurden einstimmig genehmigt und sogleich in Kraft gesetzt.
Bei den Mutationen wurden die 4 Anwärter Nina Stalder, Lea Binder, Manuela Guido und Roland Dinkel in den Verein aufgenommen. Ein Austritt infolge Wegzugs war zu verzeichnen. Der Präsident unterbrach die Sitzung zwecks durchlüften und neuen Getränken bestellen.
Der zweite Teil der Versammlung startete mit der Wahl des Vorstandes und der Revisoren. Der gesamte Vorstand bestehend aus Sonja Bühler, Andrea Brogli, Erich Schweizer, Max Emmenegger und Roland Graf stellte sich wiederum für eine Amtsperiode zur Verfügung. Sie wurden einstimmig wiedergewählt, wie der Präsident ebenfalls im Amt bestätigt wurde. Auch die beiden Revisorinnen samt Ersatz wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Der Präsident zeigte ein interessantes und abwechslungsreiches Programm 2026 auf mit Theaterbesuchen, Kegeln, Bierbrauen, Vereinsreise nach Meiringen und der eigenen Produktion im Herbst natürlich. Es war die Vorstellung des neuen Theaterstückes an der Reihe. Der Regisseur Hansjörg Adler stellte das Krimidinner-Stück “Verliebt, verlobt…tot!” vor und erzählte kurz über den Inhalt und dass das Stück bei einem “Sundowner” geboren wurde. Anfang Februar trifft sich die in die Produktion involvierte Truppe zur Rollenverteilung und dem Festlegen, in welchen Gaststätten Ende Jahr gespielt wird.
In Vertretung des Kassiers präsentierte Roland Graf daraufhin das ausgearbeitete Budget, welches einstimmig genehmigt wurde, inklusive dem beibehaltenen Jahresbeitrag von CHF 30.–. Da keine Anträge eingereicht wurde, stellte der Präsident einen Ordnungsantrag an die Versammlung, ein zusätzliches Traktandum einzufügen, ohne auf die Details einzugehen. Die Versammlung folgte dem Antrag vertrauensvoll. Das neue Traktandum “Ehrungen” wurde aufgedeckt.
Der Vorstand schlug der Versammlung die Ernennung von drei verdienten Mitgliedern zu Ehrenmitgliedern vor: Gaby Strässler (10 Jahre Präsidentin), Hansjörg Adler (mehr als 20 Jahre Vorstandsarbeit) und Max Emmenegger (seit Gründung des Vereins Kassier). Die Ehrenmitglieder wurden alle mit grossem Applaus ernannt. Der Präsident überreichte eine LED-Tischlampe – symbolisch für das Scheinwerferlicht in welchem Theaterleute stehen – mit angebrachter Ehrenplakette und Bühne mitsamt Spielern und Zuschauern. Der abwesenden Gaby Strässler wurde die Übergabe und die Gratulationen via Videobotschaft aus der Versammlung nach Südamerika übermittelt.
Nach der allgemeinen Verdankungsrunde des Präsidenten an Vorstand und Verein schloss er die Sitzung mit einem weiteren Zitat mit Blick auf die aktuelle geopolitische Lage und die politischen Intrigenspiele im letzten Jahr. Erstaunlich, dass bereits im 19. Jahrhundert offenbar ähnliche, theaterhafte, Zustände wie im 21. Jahrhundert herrschten:
Die Welt ist ein seltsames Theater.
Man findet dort wohl Augenblicke,
wo die schlechtesten Stücke den grössten Erfolg haben.
– Alexis Clérel de Tocqueville

