Erfolgreicher Abschluss „Es war die Lerche“

Die Formation „DRAMAgden“ vom Theater Magden liess noch einmal „Romeo und Julia“ auferstehen. Mit zwei Gastspielen in der Kultschüüre in Laufenburg und drei abschliessenden Aufführungen im Hirschensaal in Magden.

„Sprich mir noch einmal, holder Engel du…“. Die verzückten Worte Romeos nach seiner Begegnung mit Julia, wurden noch einmal die Bühne gebracht. In Ephraim Kishons Satire ist jedoch alles anders. Das ehemalige Vorzeigepaar, welches seine perfekte Liebe nur durch den Tod überleben konnte, hat seinen gemeinsamen Selbstmord vorgetäuscht und lebt heute, rund 30 Jahre später, in einer heruntergekommenen Wohnung in Verona, und ist alles andere als perfekt. „Den Höhenflug, der ich mit Fleiss einst besungen, glitt dennoch ab in trübe Niederungen“, wie Shakespeare persönlich es auf der Bühne auf den Punkt bringt.

Nach dem Erfolg 2017 richtete die Kultschüüre Laufenburg die Anfrage an die Kleinformation, ob man eine Wiederaufnahme von Ephraim Kishon’s „Es war die Lerche“ als Gastspiel in Erwägung ziehen würde. Da galt es nicht viel zu überlegen. Die Aussicht auf einen Auftritt auf der Bühne in Laufenburg ist äusserst reizvoll, muss doch das Bühnenbild auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Auch dass die vordersten Zuschauer nur gerade einen Meter vor dem Darsteller sitzen, ist eine Herausforderung, welche man so schnell nicht vergisst. Damit der Probenaufwand sich auch lohnt, beschloss die Gruppe nochmals drei Aufführungen in Magden durchzuführen. Diesmal jedoch nicht im Gemeindesaal, sondern in dem entzückenden Hirschensaal. Dazu musste das Bühnenbild weiter reduziert werden und auch die Dachschräge entpuppte sich als herausfordernd, aber gerade diese Enge machte den Reiz aus. Wer sich auf Kishon’s Humor und satirische Gedanken einlassen konnte, wurde nicht enttäuscht und wurde zwei Stunden herrlich unterhalten. Noch einmal ging sich das Ehepaar an den Kragen, die aufständische Tochter Lucretia kämpfte gegen das Establishment, die schwerhörige Amme und der senile Pater Lorenzo trieben die Hauptcharaktere zum Wahnsinn und Shakespeare versuchte nochmals alles zu einem guten und endgültigen Ende zu bringen.

Die Spieler Silvia Rindlisbacher, Herrmann Wermuth und Roland Graf haben ihre (teilweise mehrfachen) Figuren nun endgültig abgelegt und schauen voraus zu neuen Projekten.

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